Ich hätte nie gedacht, dass es mir doch so schwer fallen würde, meinen Mädchennamen abzulegen.
Für mich war schon immer klar, dass ich den gleichen Namen tragen möchte wie mein Mann und meine Kinder. Das gehört für mich persönlich zu einer Familie dazu. An meinem Nachnamen hing ich jetzt auch nicht sonderlich und in der Schwiegerfamilie fühle ich mich sehr wohl, sodass wir nicht lange diskutieren mussten, bis fest stand, dass ich seinen Namen annehmen würde. Als ich zwar schon beim Schatz gewohnt habe, aber noch nicht mit auf dem Briefkasten stand, kamen auch schon Briefe für Tina W. an. Von daher dachte ich, dass ich nicht lange brauchen würde für die Umstellung.
Tja. Falsch gedacht.
In der letzten Woche vor der Hochzeit wurde ich regelrecht sentimental. "Das ist das letzte Mal, dass ich mit dem Namen unterschreibe" u.ä.. Und am Abend vor der Hochzeit kam ich in eine richtige Identitätskrise. Wer bin ich eigentlich? Ich war emotional so aufgewühlt. Dann schnappte ich mir seit Wochen das erste Mal wieder meine Gitarre, sang einige Lieder und fand wieder zu mir.
Am Tag der Hochzeit hat mich mein Vater immer nur "Frau W." genannt - das erste Mal war es vielleicht noch lustig, aber mit der Zeit war ich nur noch genervt davon. Dann fragte er meine Mutter: "Wie heißt denn deine Tochter jetzt?" Und sie antwortete: "Tina. Immer noch." und drückte mich. Das hat mich so gerührt und mir so viel bedeutet.
Inzwischen sind ein paar Tage vergangen und ich wurde schon oft Frau W. genannt. Es ist nach wie vor ungewohnt - nicht nur für mich. Gestern hat eine meiner besten Freundinnen meine Mail als Spam markieren wollen, weil sie den Absender nicht kannte.
Es ist faszinierend, was Namen beinhalten und bedeuten, welche Kraft ihnen innewohnt. Ich werde wohl noch eine Weile brauchen, bis ich herausgefunden habe, wer Tina W. wirklich ist. Und ich sehe diesen offensichtlichen Neuanfang auch als Chance, alte Kapitel endgültig abzuschließen und in eine hellere Zukunft zu blicken.
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Mittwoch, 20. November 2013
Dienstag, 29. Oktober 2013
Lachen oder Weinen
Meine Eltern waren bis gestern davon überzeugt, dass wir eine Woche später heiraten. Als meine Mutter mir dann endlich glaubte (dafuq!?), ist sie natürlich in Panik ausgebrochen. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll...
Ich war dann zwischendurch selbst so durcheinander, dass ich mir nicht mehr sicher war. Aber irgendwie heiter ist es ja schon. Heute beim Ringe-Abholen z.B.: "Schatz, wir haben das falsche Datum in die Ringe gravieren lassen!" :D
Ich war dann zwischendurch selbst so durcheinander, dass ich mir nicht mehr sicher war. Aber irgendwie heiter ist es ja schon. Heute beim Ringe-Abholen z.B.: "Schatz, wir haben das falsche Datum in die Ringe gravieren lassen!" :D
Donnerstag, 15. August 2013
Einladung
Nachdem nun alle ihre Einladung erhalten haben, möchte ich euch gerne zeigen, was wir aus den Zutaten, die ich im Post vom 5. August zeigte, gezaubert haben.
Innen befindet sich noch ein weißes Leinenpapier mit allen Infos, handschriftlich. Gut, dass es nur 10 Einladungen waren. Groß feiern werden wir nämlich nicht. Wir werden im engsten Familienkreis essen gehen und danach wird es noch Kaffee und Kuchen bei uns zu Hause geben. Vielleicht feiern wir dann nächstes Jahr ein Sommerfest, aber das werden wir zu gegebener Zeit entscheiden.
Innen befindet sich noch ein weißes Leinenpapier mit allen Infos, handschriftlich. Gut, dass es nur 10 Einladungen waren. Groß feiern werden wir nämlich nicht. Wir werden im engsten Familienkreis essen gehen und danach wird es noch Kaffee und Kuchen bei uns zu Hause geben. Vielleicht feiern wir dann nächstes Jahr ein Sommerfest, aber das werden wir zu gegebener Zeit entscheiden.
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