Mein krankes Kind schmiegt sich an mich, beruhigt sich sofort auf meinem Arm. Und ich wundere mich nur.
Mein flinkes Kind sieht mich und krabbelt zu mir, will auf meinen Arm. Und ich wundere mich nur.
Mein treues Kind schaut mir nach und weint, wenn ich den Raum verlasse. Und ich wundere mich nur.
Ich wundere mich, dass mich dieses Kind so sehr liebt. Mit Leib und Seele und seinem ganzen Sein.
Ich wundere mich, denn ich habe das Gefühl nichts geben zu können. Ich habe es selbst nie erfahren, wie soll ich es geben können?
Ich wundere mich, dass mich dieses Kind so sehr liebt. Dass mich irgendjemand so sehr lieben kann.
Da sind sie wieder, die uralten Selbstzweifel, die tiefer reichen als alles andere.
Da sind sie wieder, die alten Dämonen, die Schatten meiner Selbst.
Da sind sie wieder. Doch wie kann man etwas überwinden, das so tief in einem verwurzelt ist?
Ich weiß es nicht.
Dieses Kind liebt mich. MICH.
Ich wundere mich und bin doch dankbar.
Und ungläubig.
Und traurig.
Und bin erfüllt von Angst.