Wie ich dieses und auch schon letztes Jahr schrieb, spüre ich Samhain derzeit nicht mehr. Dafür finde ich Jul wahnsinnig greifbar. Das war letztes Jahr auch schon so.
Ich überlege, ob ich vielleicht jedes Jahr ein Fest ganz intensiv erleben muss, bevor ich mich auf ein neues richtig einlassen kann, damit ich eines Jahres alle Feste richtig spüren kann.
Vielleicht ist es jetzt einfach Zeit für Jul.
Mittwoch, 12. November 2014
Freitag, 31. Oktober 2014
Samhain?
Es sind graue Tage. Ich sehe den Nebel, ich sehe die immer kahler werdenden Bäume. Ich spüre die Kälte. Doch ich spüre Samhain nicht.
Sonst hatte ich immer sehr stark das Gefühl, die Ahnen an meiner Seite zu haben. Es war eine ganz besondere Energie. Aber seit die kleine Eule bei mir eingezogen ist, habe ich diese Energie nicht mehr gespürt. Ich vermisse sie.
Doch ich weiß nicht, was ich aktiv tun kann...
Ich versuche es zu ergründen, aber natürlich gibt es keinen rationalen Grund dafür. Es bleibt wohl zu hoffen, dass es sich eines Tages wieder ändern wird.
Donnerstag, 2. Oktober 2014
Donnerstag, 25. September 2014
Liebe
Mein krankes Kind schmiegt sich an mich, beruhigt sich sofort auf meinem Arm. Und ich wundere mich nur.
Mein flinkes Kind sieht mich und krabbelt zu mir, will auf meinen Arm. Und ich wundere mich nur.
Mein treues Kind schaut mir nach und weint, wenn ich den Raum verlasse. Und ich wundere mich nur.
Ich wundere mich, dass mich dieses Kind so sehr liebt. Mit Leib und Seele und seinem ganzen Sein.
Ich wundere mich, denn ich habe das Gefühl nichts geben zu können. Ich habe es selbst nie erfahren, wie soll ich es geben können?
Ich wundere mich, dass mich dieses Kind so sehr liebt. Dass mich irgendjemand so sehr lieben kann.
Da sind sie wieder, die uralten Selbstzweifel, die tiefer reichen als alles andere.
Da sind sie wieder, die alten Dämonen, die Schatten meiner Selbst.
Da sind sie wieder. Doch wie kann man etwas überwinden, das so tief in einem verwurzelt ist?
Ich weiß es nicht.
Dieses Kind liebt mich. MICH.
Ich wundere mich und bin doch dankbar.
Und ungläubig.
Und traurig.
Und bin erfüllt von Angst.
Mein flinkes Kind sieht mich und krabbelt zu mir, will auf meinen Arm. Und ich wundere mich nur.
Mein treues Kind schaut mir nach und weint, wenn ich den Raum verlasse. Und ich wundere mich nur.
Ich wundere mich, dass mich dieses Kind so sehr liebt. Mit Leib und Seele und seinem ganzen Sein.
Ich wundere mich, denn ich habe das Gefühl nichts geben zu können. Ich habe es selbst nie erfahren, wie soll ich es geben können?
Ich wundere mich, dass mich dieses Kind so sehr liebt. Dass mich irgendjemand so sehr lieben kann.
Da sind sie wieder, die uralten Selbstzweifel, die tiefer reichen als alles andere.
Da sind sie wieder, die alten Dämonen, die Schatten meiner Selbst.
Da sind sie wieder. Doch wie kann man etwas überwinden, das so tief in einem verwurzelt ist?
Ich weiß es nicht.
Dieses Kind liebt mich. MICH.
Ich wundere mich und bin doch dankbar.
Und ungläubig.
Und traurig.
Und bin erfüllt von Angst.
Donnerstag, 27. März 2014
Dienstag, 25. März 2014
Sonntag, 16. März 2014
Mutter werden
Ich hatte 9 Monate Schwangerschaft, um mich an den Gedanken zu gewöhnen, Mutter zu werden. Ich hatte 28 Stunden Wehen, als Übergangsphase in ein neues Leben. Und doch war ich alles andere als vorbereitet.
Durch die Narkose war ich nach der Geburt regelrecht benebelt und emotionslos. Ich habe lange gebraucht, um wirklich zu verstehen, dass mein Kind nun geboren ist, dass ich nun tatsächlich Mutter bin.
Mein Mann war ganz vernarrt in seine Tochter und hat sich sofort liebevoll um sie gekümmert. So intensiv, dass ich mich teilweise nutzlos gefühlt habe. Nur fürs Stillen war ich gut - zumindest fühlte ich mich so. Ich schaffte es gar nicht, eine Beziehung zu ihr aufzubauen. Wenn sie schrie, gab ich sie ihrem Papa, weil der sie im Gegensatz zu mir zu beruhigen wissen schien. Ich hatte regelrecht Angst, mit meiner Tochter allein zu sein. Ich war mir so unsicher und war immer noch mit mir und dem Durchgemachten beschäftigt.
Die Situation wurde durch familiäre Unstimmigkeiten noch verschärft. Und schließlich kamen noch Stillprobleme hinzu, die mich vollkommen aus dem Gleichgewicht warfen. Nicht mal das konnte ich richtig machen...
Aber das war auch der Moment, in dem ich endlich einen Zugang fand. Ich machte mir dermaßen Sorgen um das Wesen, das ich so lange unter meinem Herzen getragen hatte, dass alle Barrieren einbrachen. Meine Tochter schrie und ich heulte mit ihr, drückte sie an mich und wollte sie nicht mehr hergeben. Langsam, aber sicher näherten wir uns an. Und mein Mann half mir, sie zu beruhigen, und ermutigte mich, dass ich das auch kann.
Die erste Zeit war eine Gefühlsachterbahn, voller Hindernisse und Zweifel. Doch inzwischen bin ich endlich angekommen im Muttersein. Und glücklich.
Die Kunst des Stillens
In der Schwangerschaft frug ich mich die ganze Zeit, warum alle immer so einen Wirbel ums Stillen machten. Ich stellte mir das ganz einfach vor: Kind an Brust, alles super. Tja. Das ist dann wohl der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
Die ersten Tage lief es eigentlich ganz gut. Doch plötzlich fing die kleine Schildkröte an, beim Trinken zu zicken. Sie fuchtelte wie wild mit ihren Armen, schüttelte direkt vor der Quelle wild den Kopf, und trank einfach nicht. Und wenn sie einmal ein bisschen trank, schlief sie sofort ein und war nicht zum Weitertrinken zu bewegen. Einen kompletten Abend schrie sie vor Hunger.
Sie trank über Tage nicht richtig. Dadurch wurde nicht genug Milch produziert. Dadurch bekam sie noch weniger zu essen. Sie nahm zu viel ab und nicht wieder zu.
Wir puckten. Wir stillten im Liegen, während der Mann das Andocken übernahm und bei Bedarf das Kind in Position hielt. Wir probierten Stillhütchen. Ich pumpte ab - erst mit der Handpumpe, dann mit einer elektrischen. Ich trank viel, auch Stilltee und sogar alkoholfreies Bier, um die Milchproduktion anzuregen. Dennoch mussten wir zufüttern.
Nicht mal das konnte ich richtig machen. Nicht mal mein Kind richtig versorgen.
Stillen wurde zum Stressfaktor. Alle 2 Stunden entweder Abpumpen oder Stillen - auch die Nacht durch. Stillen dauerte mindestens eine Stunde und war nervenaufreibend für alle Beteiligten.
Durch das Zufüttern mit der Flasche verstand sie aber plötzlich, dass man beim Trinken saugen muss! Und dann klappte es langsam auch an der Brust.
In der Zwischenzeit hatte sie wieder bis zu ihrem Geburtsgewicht zugenommen. Seit Freitag muss ich nicht mehr abpumpen und auch das Zufüttern konnten wir schon reduzieren. Durch die Umstellung hatte sie gestern allerdings wieder abgenommen, wobei sie das meiste davon heute schon wieder drauf hatte. Stillen dauert nicht mehr ganz so lange und klappt immer besser. Sie schläft auch nicht mehr so oft ein dabei.
Dennoch mache ich mir Gedanken, dass ich nicht genug Milch habe, dass etwas mit mir nicht stimmt. Mir setzt es schon zu, dass wir Pulvermilch füttern müssen. Ich hoffe sehr, dass es weiterhin bergauf gehen wird und ich bald wirklich voll stillen kann.
Die ersten Tage lief es eigentlich ganz gut. Doch plötzlich fing die kleine Schildkröte an, beim Trinken zu zicken. Sie fuchtelte wie wild mit ihren Armen, schüttelte direkt vor der Quelle wild den Kopf, und trank einfach nicht. Und wenn sie einmal ein bisschen trank, schlief sie sofort ein und war nicht zum Weitertrinken zu bewegen. Einen kompletten Abend schrie sie vor Hunger.
Sie trank über Tage nicht richtig. Dadurch wurde nicht genug Milch produziert. Dadurch bekam sie noch weniger zu essen. Sie nahm zu viel ab und nicht wieder zu.
Wir puckten. Wir stillten im Liegen, während der Mann das Andocken übernahm und bei Bedarf das Kind in Position hielt. Wir probierten Stillhütchen. Ich pumpte ab - erst mit der Handpumpe, dann mit einer elektrischen. Ich trank viel, auch Stilltee und sogar alkoholfreies Bier, um die Milchproduktion anzuregen. Dennoch mussten wir zufüttern.
Nicht mal das konnte ich richtig machen. Nicht mal mein Kind richtig versorgen.
Stillen wurde zum Stressfaktor. Alle 2 Stunden entweder Abpumpen oder Stillen - auch die Nacht durch. Stillen dauerte mindestens eine Stunde und war nervenaufreibend für alle Beteiligten.
Durch das Zufüttern mit der Flasche verstand sie aber plötzlich, dass man beim Trinken saugen muss! Und dann klappte es langsam auch an der Brust.
In der Zwischenzeit hatte sie wieder bis zu ihrem Geburtsgewicht zugenommen. Seit Freitag muss ich nicht mehr abpumpen und auch das Zufüttern konnten wir schon reduzieren. Durch die Umstellung hatte sie gestern allerdings wieder abgenommen, wobei sie das meiste davon heute schon wieder drauf hatte. Stillen dauert nicht mehr ganz so lange und klappt immer besser. Sie schläft auch nicht mehr so oft ein dabei.
Dennoch mache ich mir Gedanken, dass ich nicht genug Milch habe, dass etwas mit mir nicht stimmt. Mir setzt es schon zu, dass wir Pulvermilch füttern müssen. Ich hoffe sehr, dass es weiterhin bergauf gehen wird und ich bald wirklich voll stillen kann.
Sonntag, 2. März 2014
Eine schwere Geburt
In den letzten Wochen vor der Geburt hatte ich regelmäßig Panik und habe gebetet, dass sich das Kind noch Zeit lassen würde, weil ich mich alles andere als bereit gefühlt habe. Am 26.02. habe ich mir dann gedacht "In 2 Tagen ist Entbindungstermin. Ich werde mich nicht bereiter fühlen. Also kann sich Krümel so langsam auf den Weg machen."
In eben dieser Nacht bin ich aufgewacht, weil ich zur Toilette musste. Als ich aufgestanden bin, ist mir etwas die Beine runtergelaufen. Bei genauerer Betrachtung war es eine rosafarbene Flüssigkeit wie sehr helles, verdünntes Blut. Da es bei dem Bisschen blieb, bin ich aber davon ausgegangen, dass es eine beginnende Zeichnungsblutung ist. Kurze Zeit später setzten die ersten Wehen ein, die sich wie leichte Regelschmerzen anfühlten, aber in 7-12 Minuten Abständen kamen und gingen. Ich war so unruhig, dass ich nicht mehr schlafen konnte. Mein Mann blieb dann auch von der Arbeit zu Hause. Morgens rief ich gleich bei der Hebamme an. Wir hatten an dem Morgen sowieso einen Vorsorgetermin, sodass wir es erst mal dabei belassen wollten. Die Wehen wurden minimal stärker und kamen etwas öfter, aber immer noch unregelmäßig.
In eben dieser Nacht bin ich aufgewacht, weil ich zur Toilette musste. Als ich aufgestanden bin, ist mir etwas die Beine runtergelaufen. Bei genauerer Betrachtung war es eine rosafarbene Flüssigkeit wie sehr helles, verdünntes Blut. Da es bei dem Bisschen blieb, bin ich aber davon ausgegangen, dass es eine beginnende Zeichnungsblutung ist. Kurze Zeit später setzten die ersten Wehen ein, die sich wie leichte Regelschmerzen anfühlten, aber in 7-12 Minuten Abständen kamen und gingen. Ich war so unruhig, dass ich nicht mehr schlafen konnte. Mein Mann blieb dann auch von der Arbeit zu Hause. Morgens rief ich gleich bei der Hebamme an. Wir hatten an dem Morgen sowieso einen Vorsorgetermin, sodass wir es erst mal dabei belassen wollten. Die Wehen wurden minimal stärker und kamen etwas öfter, aber immer noch unregelmäßig.
Um 10:30 waren wir also im Geburtshaus zur Vorsorge. Die Hebamme stellte fest, dass der Gebärmutterhals komplett verstrichen, der Muttermund allerdings noch zu war. Das ph Papier verfärbte sich nicht, sodass sie davon ausging, dass es kein Blasensprung war. Ganz sicher war sie sich allerdings nicht und so blieben wir erst einmal eine Weile dort, während sie Hausbesuche machte, um zu schauen, wie sich die Situation entwickelt. Als sie mittags zurück kam, untersuchte sie mich noch einmal, schrieb noch einmal CTG, aber es hatte sich nichts verändert. Sie wollte uns schon nach Hause schicken, machte aber dann doch noch einmal einen ph-Test und der war plötzlich positiv. Deshalb sollte eine Ärztin aus der angrenzenden Klinik noch einmal drauf schauen und einen anderen, zuverlässigeren Test durchführen.
Gegen 16:30 Uhr empfing uns eine nette Assistenzärztin und untersuchte mich erneut. Der Muttermund war inzwischen fingerkuppendurchlässig, der ph-Test war jedoch auch leider positiv. Ich hatte also in der Nacht einen Blasensprung. Die Hebamme vermutete, dass die Blase weit oben gerissen sei. "Das ist die gemeinste Form des Blasensprungs." Normalerweise bewirkt das Fruchtwasser nämlich, dass Hormone ausgeschüttet werden, die die Geburt voran treiben. Da selbige innerhalb von 18 Stunden nach Blasensprung stattgefunden haben sollte, damit es nicht zu einer Infektion kommt, und das in den verbleibenden 4 Stunden recht utopisch war, riet uns die Hebamme dazu, stationär zu gehen, weil die Medikamentenversorgung (Antibiose) in der Klinik gesichert war. Wir willigten schweren Herzens ein. Es wurde noch ein CTG geschrieben und ich wurde mit homöopathischen Mitteln zur Wehenförderung auf das kurz zuvor bezogene Zimmer geschickt.
Den Abend verbrachten wir ruhig auf dem Zimmer. Die Wehen wurden langsam stärker, aber waren noch sehr gut auszuhalten. Irgendwann musste ich anfangen, sie zu veratmen, aber auch das war zunächst kein Problem. Um 20:30 bekam ich das Antibiotikum, vorm Schlafengehen wurde noch ein CTG gemacht. Nun waren darauf auch die Wehen zu erkennen. Wir sollten wieder in den Kreißsaalbereich kommen, wenn sich etwas an dem Zustand veränderte. Da wir beide in der Nacht vorher nicht viel geschlafen hatten, kuschelten wir uns in das Krankenhausbett und hörten Musik. Zwischen den Wehen konnte ich eine Weile immer wieder wegdämmern, wenn es auch kein sonderlich erholsamer Schlaf war.
Wir hatten meinen mp3-Player dabei, den ich zuvor mit Chants und Ähnlichem bestückt hatte. Lautsprecher hatten wir auch dabei. Die sich immer wiederholenden Chants halfen mir sehr, mich zu entspannen und mit den Wehen zurecht zu kommen. V.a. "The river is flowing" sang ich immer und immer wieder im Geiste mit und stellte mir die Wehen als Wasser vor.
Gegen 0:30 waren die Wehen so stark, dass sie nur noch schwer zu veratmen waren, und kamen regelmäßig alle 3 Minuten. Ich wollte während der Wehen nicht mehr am Bauch angefasst werden. Höflich bleiben wurde zunehmend unmöglicher und ich entschuldigte mich bei meinem Mann im Voraus dafür, dass ich seine Hand wegschieben oder gar -schlagen würde. Er war aber absolut verständnisvoll.
Wir gingen dann also in den Kreißsaalbereich. Auf dem Weg dorthin war es noch einmal schlimmer geworden. Sowieso schien es nun recht plötzlich voranzuschreiten. Im Nachhinein vermute ich, dass mir zu viele Globuli gegeben wurden oder ich zu gut auf das Mittel reagierte. Auf dem erneuten CTG waren die Wehen schon sehr deutlich zu erkennen. Der Muttermund war jedoch immer noch nicht auf. Wir sollten im Kreißsaal bleiben. Ich bekam ein homoöpathisches Zäpfchen gegen die Schmerzen. Vorher wollte ich noch auf Toilette, weil ich so sehr musste. Das war ein Kampf. In der kleinen Toilette war es so eng und stickig, mir war so schlecht, mir tat alles weh und in keiner Position waren die Wehen mehr zu ertragen. Letztlich konnte ich mich aber doch noch erleichtern und das Zäpfchen landete auch am richtigen Fleck.
Im Kreißsaal selbst setzte ich mich auf den Sitzball direkt vors offene Fenster, was kurzzeitig Besserung brachte. Leider nur kurzzeitig. Mir war so heiß und schlecht und die Wehen steigerten sich weiter. Ich fing an, sie zu vertönen. Ich zog mich bis auf den BH aus und legte mich aufs Bett, während mein Mann noch ein paar Sachen aus dem Zimmer holte - wir hatten ja nicht damit gerechnet, gleich da zu bleiben. Er brachte auch die Musik mit, die mich nach wie vor durch ihre Vertrautheit und ihre Wiederholungen beruhigen konnte. Die Wehen wurden weiterhin stärker, veratmen tat nur noch mehr weh, vertönen war auch fast nicht mehr möglich. Badewanne war durch meinen angeschlagenen Kreislauf zu riskant. Ich konnte nur noch da liegen und mich vor Schmerz winden und gleichzeitig konnte ich vor Erschöpfung die Augen kaum offen halten. Zu dem Zeitpunkt lag ich etwa 23 Stunden in Wehen und hatte kaum geschlafen. Nachdem ich mich übergeben hatte, war mir zumindest nicht mehr schlecht. Den Kommentar der Hebamme, dass das sehr gut sei, weil das bedeute, dass es in die richtige Richtung gehe, konnte ich irgendwie nicht so recht würdigen...
Erneut wurde ein CTG geschrieben und ich wurde untersucht. Inzwischen war der äußere Muttermund komplett auf, der innere weiterhin zu und es war kein Ende in Sicht. Durch die Schmerzen verkrampfte ich mich weiterhin, sodass sich da auch nichts öffnen konnte. Die Hebamme bot mir zwei Möglichkeiten der Schmerzlinderung an: eine Spritze, um die Wehenspitze zu nehmen oder eine PDA. Ursprünglich wollte ich es ohne solche Medikamente schaffen, aber ich konnte in dem Moment einfach nicht mehr. Ich habe mich so gehasst für meine Schwäche. In dem Moment war mir aber alles egal. Ich hab mir sogar einen Kaiserschnitt gewünscht. Ich wollte nur noch, dass es aufhört. Ich wollte nur noch schlafen. Ich hatte keine Kraft mehr für Entscheidungen; wir hatten uns im Vorfeld nie über ein solches Szenario Gedanken gemacht. Noch weniger Kraft hatte ich für für Experimente. So stimmten wir der PDA zu, damit ich Ruhe finden und Kraft für den Endspurt sammeln konnte. Die Hebamme rief den Anästhesisten, mein Mann musste Formulare ausfüllen. Als der Anästhesist da war, sollte ich mich hinsetzen mit rundem Rücken. Er klärte mich darüber auf, dass ich mich nicht ohne Absprache bewegen dürfe, weil es im schlimmsten Fall zu einer Lähmung kommen könne. Ich hatte zu dem Zeitpunkt nur noch wenige Sekunden zwischen den Wehen, die unvorstellbarerweise immer noch stärker wurden. Die Zeit, die er für das Anlegen der PDA gebraucht hat, war wohl tatsächlich die schlimmste.
Als die Narkose wirkte, fühlte ich mich tatsächlich sehr erleichtert und schlief fast direkt ein. Damit die Wehen nicht aufhörten und ich sie weiterhin spüren konnte, gaben sie mir einen Wehentropf. Alles, was ich nun von den Wehen spürte, war ein Druckgefühl. Es wurde Dauer-CTG geschrieben, aber dem Baby ging es blendend. Ich weiß nicht, wie lang mein Mann und ich so aneinander gekuschelt da lagen; ich war in einem Schwebezustand. Der Druck, den ich spürte, wurde stärker und auch diesen musste ich irgendwann veratmen, aber ich war so benebelt, dass ich nicht daran dachte, die Hebamme zu rufen. Auch nicht, als ich das Gefühl hatte, mitdrücken zu müssen. Sie war immer mal wieder nachschauen gekommen und hatte angekündigt, mich gleich noch einmal zu untersuchen.
Bei der Untersuchung meinte sie dann nur "oh". Oh? "Ich kann den Kopf schon sehen." Und dann: "Wollen wir das Baby dann mal rauslassen?" Ich war so perplex und eigentlich wollte ich auch gar nicht aus meinem Dämmerzustand raus, doch ein Teil von mir konnte weiterhin klar denken. Eine zweite Hebamme wurde hinzu gerufen. Ich spürte inzwischen Dauerdruck und konnte durch die PDA nicht einschätzen, wann eine Wehe kam. Gemeinsam fanden wir die Wehen heraus und die Hebammen zeigten mir, wohin ich pressen sollte. Der Kopf rutschte immer wieder zurück und es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis er geboren war. Ich war vollkommen auf meine Aufgabe konzentriert, aber ohne jegliche Emotion. Ich merkte in den Press-Pausen richtig, wie das Kind den Kopf im Geburtskanal drehte. Das war ein verrücktes Gefühl. Irgendwann sollte ich nicht mehr pressen und dann war der Kopf da. Nach 1 oder 2 weiteren Schüben flutschte der ganze Körper aus mir heraus. 05:57 Uhr. Dann hörte ich die Hebammen sagen: "Was haben wir denn da? Einen kleinen Jungen? Nein, ein kleines Mädchen!" Und mir wurde ein Bündel auf die Brust gelegt.
Ich konnte das gar nicht realisieren und war mit der Situation vollkommen überfordert. Es dauerte, bis ich begriff, was da eigentlich auf meiner Brust lag. Dann hielt ich das kleine Wunder fest und war schon wieder kurz vorm Wegdämmern. Der Papa kuschelte noch ein wenig mit uns, bevor er die Nabelschnur durchschnitt und Papa und Tochter zur Untersuchung gingen. Die andere Hebamme half mir, die Plazenta zu gebären, was erst nach Einsatz eines Blasenkatheters klappte. Danach wurde ich noch genäht und verpackt.
Zwei Stunden mussten wir noch im Kreißsaal bleiben. Ich bekam eine Infusion und schlief immer wieder ein. Mein Mann hatte aber sowieso nur noch Augen für seine Tochter und die beiden kuschelten schön, teilweise auch bei mir am Bett. Relativ bald legte mir die Hebamme die Kleine auch an der Brust an, was sofort klappte. Nach einer Weile wurde mir der Zugang für die PDA entfernt und kurz vor 8 wurden wir auf Station gebracht. Auf dem Zimmer begriff ich dann auch so langsam, dass ich jetzt Mama war und konnte mich endlich richtig freuen.
6 Stunden nach der Geburt durften wir nach Hause. Das haben wir auch gemacht und es kein bisschen bereut. Unsere Hebamme kommt erst einmal jeden Tag und sieht nach uns. Meine Schwiegereltern greifen uns ganz toll unter die Arme und bekochen uns im Moment, damit wir uns ganz um die kleine Maus kümmern können. Uns war in den paar Stunden im Krankenhaus schon langweilig und wir hätten wirklich nicht gewusst, was wir 2-3 Tage dort hätten machen sollen. Wir waren ja alle wohl auf.
Ich habe einige Verletzungen davon getragen. Außerdem habe ich Rückenschmerzen (wahrscheinlich auch durch die Schwellung durch die PDA) und weiterhin Regelschmerzen in Schüben. Gestern begannen die Emotionen, sich ihre Bahn zu brechen.
Die Geburt unserer Tochter verlief zwar deutlich anders als gehofft und ich war und bin durchaus auch etwas traumatisiert, aber letztendlich zählt nur, dass wir alle gesund und munter sind. Ein bisschen trauere ich dem Geburtshaus hinterher, doch anders als in den Stunden der heftigsten Wehen, bin ich mir recht sicher, dass wir noch einmal eine Chance bekommen werden, ein Kind unter freudigeren Bedingungen zur Welt zu bringen.
Donnerstag, 27. Februar 2014
Die Eule ist gelandet!
Auch wenn sie eher wie eine kleine Schildkröte aussieht. Wir sind sehr verliebt.
Mittwoch, 26. Februar 2014
Schwangerschaft und Übergewicht
Ich möchte vorneweg betonen, dass ich Übergewicht nicht verharmlosen oder gar verherrlichen möchte. Ich bin mir bewusst, dass Übergewicht ein Gesundheitsrisiko darstellt. Ebenso wie beispielsweise Rauchen oder übermäßiger Alkoholkonsum.
"Wenn Sie so schwanger werden, das geht nicht gut!" Der Satz klang mir noch in den Ohren und erfüllte mich mit Panik, als mir bewusst wurde, dass wir Nachwuchs erwarten. Doch Hebammen und Frauenärztin nahmen mir die Angst: Wenn das Baby da rein gekommen ist, dann ist sich der Körper auch sicher, dass es gesund auf die Welt kommen kann.
Gut, dass ich von den meisten Vorurteilen wie "Dicke können nicht / nur schwer schwanger werden" erst danach erfahren habe. Bei uns hat es sofort geklappt. Und daran habe ich auch nie gezweifelt.
Es ist jedoch auch so, dass mein Körper schon immer gut mit meinem Gewicht zurecht kam. Ich hatte nie Probleme mit den Gelenken oder mit meinem Hormonhaushalt. Ich kenne andere Übergewichtige, die da mehr mit ihrem Körper zu kämpfen haben. In solchen Fällen kann das Gewicht durchaus ein Hindernis für eine Schwangerschaft darstellen oder eine solche erschweren.
Für Übergewichtige erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für gewisse schwangerschaftsbezogenen Risiken wie Diabetes, Bluthochdruck, Wassereinlagerungen etc. Ich bin jetzt 9 Monate schwanger und habe - bis auf kleinere Wehwehchen wie Ischias- und Symphysenschmerzen - eine komplikations- sowie risikenfreie Schwangerschaft erleben dürfen und habe in der ganzen Zeit auch nur 8 kg zugenommen. Wenn ich mich mit anderen Schwangeren ausgetauscht habe, dann waren deren körperlichen Einschränkungen oft vergleichbar mit meinen. Teilweise hatte ich sogar den Eindruck, dass der Speck als Polster gewisse Vorteile bringt (z.B. beim Schlafen). Dick, schwanger und gesund schließen sich also keinesfalls aus!
Manchmal könnte man jedoch meinen, dass es keine dicken Schwangeren gibt.
Die meisten Probleme taten sich bei mir rund ums Thema Umstandsmode auf. Es ist erstaunlich, wie schwer es ist, Umstandsmode in großen Größen zu bekommen. Es gibt sogar Läden, die sich auf Damenmode in Übergröße spezialisiert haben, die jedoch keine Umstandskollektion führen. Und auf Nachfrage blickt einen die Verkäuferin, die selbst Konfektionsgröße 50+ trägt, pikiert an. Das ist schon sehr ernüchternd.
Letztendlich habe ich mir Umstandshosen auf eBay ersteigert, mir einen neuen Umstandsmantel online gekauft und viele meiner alten Oberteile weiter getragen. Das ging sehr gut. Die Suche nach Still-BHs steht noch an. Bonprix ist übrigens eine gute Adresse für günstige Umstandsmode in großen Größen.
Weitere Schwierigkeiten empfand ich bei der Suche nach Tragetüchern und -hilfen. Viele Tragehilfen sind nicht auf besonders große oder umfangreiche Menschen ausgerichtet. In den seltensten Fällen gibt es Adapter, die man hinzu kaufen kann. Extra lange Tücher gibt es, die sind jedoch auch deutlich teurer als kürzere und nicht jede Firma bietet solche an. Wir haben inzwischen ein kurzes Tuch von Freunden meiner Schwiegereltern, die selbst genähte (extra lange) Ring Sling sowie ein geerbtes langes Tuch. Ein Praxisbericht wird folgen. Die eigentliche Herausforderung wird sein, falls wir nach einiger Zeit auf eine Tragehilfe wie Manduca o.ä. umsteigen wollen.
Ich hatte anfangs die Sorge, dass man nicht sehen würde, dass ich schwanger bin. Das war teilweise auch der Fall. V.a. mit dem dicken Wintermantel wurde ich nicht als Schwangere erkannt. Es gab sogar Szenen wie z.B. einmal im Bus, wo zwei ältere Damen, die mir gegenüber saßen, plötzlich anfingen, sich lautstark negativ über Übergewichtige zu äußern. Aber ich bin ja nicht erst seit gestern rund und mit den Jahren wächst einem ein dickes (haha!) Fell. Oft ertappte ich Bekannte oder auch Passanten, wie sie mir auf den Bauch starrten und man konnte genau sehen, welche Frage in deren Köpfen spukte. Die wenigsten trauten sich, mich anzusprechen. Das passierte erst in den letzten Wochen. Mein Umfeld jedoch bemerkte sehr wohl die Veränderungen an meinem Körper und ich selbst empfand meine Figur sehr wohl als schwanger.
Ich bin eine gesunde, junge Frau. Ich lebe in einer festen, glücklichen Partnerschaft, und zu unserer Vorstellung eines erfüllten Lebens gehören Kinder unmittelbar dazu. Wieso sollte ich also nicht schwanger sein?
Daher mein Appell an alle Nana-Frauen da draußen: Lasst euch nichts von der Gesellschaft einreden, hört auf eure Intuition und vertraut eurem Körper und eurer inneren, weiblichen Urkraft. Alle Steine, die uns in den Weg gelegt werden, machen uns auf lange Sicht nur noch stärker.
Ja, ich bin dick. Aber vor allem bin ich Frau!
"Wenn Sie so schwanger werden, das geht nicht gut!" Der Satz klang mir noch in den Ohren und erfüllte mich mit Panik, als mir bewusst wurde, dass wir Nachwuchs erwarten. Doch Hebammen und Frauenärztin nahmen mir die Angst: Wenn das Baby da rein gekommen ist, dann ist sich der Körper auch sicher, dass es gesund auf die Welt kommen kann.
Gut, dass ich von den meisten Vorurteilen wie "Dicke können nicht / nur schwer schwanger werden" erst danach erfahren habe. Bei uns hat es sofort geklappt. Und daran habe ich auch nie gezweifelt.
Es ist jedoch auch so, dass mein Körper schon immer gut mit meinem Gewicht zurecht kam. Ich hatte nie Probleme mit den Gelenken oder mit meinem Hormonhaushalt. Ich kenne andere Übergewichtige, die da mehr mit ihrem Körper zu kämpfen haben. In solchen Fällen kann das Gewicht durchaus ein Hindernis für eine Schwangerschaft darstellen oder eine solche erschweren.
Für Übergewichtige erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für gewisse schwangerschaftsbezogenen Risiken wie Diabetes, Bluthochdruck, Wassereinlagerungen etc. Ich bin jetzt 9 Monate schwanger und habe - bis auf kleinere Wehwehchen wie Ischias- und Symphysenschmerzen - eine komplikations- sowie risikenfreie Schwangerschaft erleben dürfen und habe in der ganzen Zeit auch nur 8 kg zugenommen. Wenn ich mich mit anderen Schwangeren ausgetauscht habe, dann waren deren körperlichen Einschränkungen oft vergleichbar mit meinen. Teilweise hatte ich sogar den Eindruck, dass der Speck als Polster gewisse Vorteile bringt (z.B. beim Schlafen). Dick, schwanger und gesund schließen sich also keinesfalls aus!
Manchmal könnte man jedoch meinen, dass es keine dicken Schwangeren gibt.
Die meisten Probleme taten sich bei mir rund ums Thema Umstandsmode auf. Es ist erstaunlich, wie schwer es ist, Umstandsmode in großen Größen zu bekommen. Es gibt sogar Läden, die sich auf Damenmode in Übergröße spezialisiert haben, die jedoch keine Umstandskollektion führen. Und auf Nachfrage blickt einen die Verkäuferin, die selbst Konfektionsgröße 50+ trägt, pikiert an. Das ist schon sehr ernüchternd.
Letztendlich habe ich mir Umstandshosen auf eBay ersteigert, mir einen neuen Umstandsmantel online gekauft und viele meiner alten Oberteile weiter getragen. Das ging sehr gut. Die Suche nach Still-BHs steht noch an. Bonprix ist übrigens eine gute Adresse für günstige Umstandsmode in großen Größen.
Weitere Schwierigkeiten empfand ich bei der Suche nach Tragetüchern und -hilfen. Viele Tragehilfen sind nicht auf besonders große oder umfangreiche Menschen ausgerichtet. In den seltensten Fällen gibt es Adapter, die man hinzu kaufen kann. Extra lange Tücher gibt es, die sind jedoch auch deutlich teurer als kürzere und nicht jede Firma bietet solche an. Wir haben inzwischen ein kurzes Tuch von Freunden meiner Schwiegereltern, die selbst genähte (extra lange) Ring Sling sowie ein geerbtes langes Tuch. Ein Praxisbericht wird folgen. Die eigentliche Herausforderung wird sein, falls wir nach einiger Zeit auf eine Tragehilfe wie Manduca o.ä. umsteigen wollen.
Ich hatte anfangs die Sorge, dass man nicht sehen würde, dass ich schwanger bin. Das war teilweise auch der Fall. V.a. mit dem dicken Wintermantel wurde ich nicht als Schwangere erkannt. Es gab sogar Szenen wie z.B. einmal im Bus, wo zwei ältere Damen, die mir gegenüber saßen, plötzlich anfingen, sich lautstark negativ über Übergewichtige zu äußern. Aber ich bin ja nicht erst seit gestern rund und mit den Jahren wächst einem ein dickes (haha!) Fell. Oft ertappte ich Bekannte oder auch Passanten, wie sie mir auf den Bauch starrten und man konnte genau sehen, welche Frage in deren Köpfen spukte. Die wenigsten trauten sich, mich anzusprechen. Das passierte erst in den letzten Wochen. Mein Umfeld jedoch bemerkte sehr wohl die Veränderungen an meinem Körper und ich selbst empfand meine Figur sehr wohl als schwanger.
Ich bin eine gesunde, junge Frau. Ich lebe in einer festen, glücklichen Partnerschaft, und zu unserer Vorstellung eines erfüllten Lebens gehören Kinder unmittelbar dazu. Wieso sollte ich also nicht schwanger sein?
Daher mein Appell an alle Nana-Frauen da draußen: Lasst euch nichts von der Gesellschaft einreden, hört auf eure Intuition und vertraut eurem Körper und eurer inneren, weiblichen Urkraft. Alle Steine, die uns in den Weg gelegt werden, machen uns auf lange Sicht nur noch stärker.
Ja, ich bin dick. Aber vor allem bin ich Frau!
Dienstag, 25. Februar 2014
Die Weissens - Episode 1
Sie: "Du guckst so besorgt..."
Er: "Nein, im Gegenteil! Ich wollte dich ent-sorgen!"
Er: "Nein, im Gegenteil! Ich wollte dich ent-sorgen!"
Montag, 24. Februar 2014
Chefschreck
Wie schockt man den Chef vom Ehemann? Man ruft hochschwanger auf Arbeit an und fragt, ob man den Mann sprechen kann...
Dabei wollt ich ihm nur sein Handy vorbeibringen und kam nicht rein.
Mittwoch, 12. Februar 2014
ET-16
Tja. 16 Tage noch bis der Krümel schlüpfen soll. Theoretisch ist alles bereit. Nur ich nicht.
Im Moment genieße ich, dass ich nichts tun muss, aber Dinge wie stricken, lesen, musizieren etc. tun kann. Ich hab eine Weile gebraucht, um mir das zu "erlauben", obwohl noch Arbeit für die Uni zu erledigen wäre. Hausarbeiten schreiben beispielsweise. Aber vor der Geburt noch richtig produktiv zu sein, ist utopisch. Wenn man nachts schlecht bis kaum schläft und nicht lange in einer Position verweilen kann, dann ist längere konzentrierte Arbeit am Schreibtisch einfach nicht drin.
Außerdem bin ich im Moment sehr unsicher, wenn ich alleine bin. Mit Ablenkung geht es einigermaßen. Raus will ich eigentlich gar nicht mehr alleine. Es könnte ja jederzeit losgehen und ich bin doch sehr ängstlich, weil ich nicht weiß, was auf mich zukommt und, wie ich mich verhalten soll. Aber zu Hause fällt mir natürlich auch mit der Zeit etwas die Decke auf den Kopf. Zwickmühle.
Im Moment hänge ich also in einer Art Warteschleife. Laut Ärztin dauert es noch ein bisschen, bis sich das Küken auf den Weg macht. Laut Hebamme ist das Kind sehr groß, sodass es vielleicht nicht noch 2-4 Wochen weiter wachsen sollte... Möglicherweise kann ich innerlich los lassen, wenn der Mann nächste Woche Urlaub hat und ich mich nicht mehr so angreifbar und unsicher fühle. Bis dahin stricke ich dann weiter und erledige die letzten optionalen Dinge wie Großputz, Ausmisten und so.
Im Moment genieße ich, dass ich nichts tun muss, aber Dinge wie stricken, lesen, musizieren etc. tun kann. Ich hab eine Weile gebraucht, um mir das zu "erlauben", obwohl noch Arbeit für die Uni zu erledigen wäre. Hausarbeiten schreiben beispielsweise. Aber vor der Geburt noch richtig produktiv zu sein, ist utopisch. Wenn man nachts schlecht bis kaum schläft und nicht lange in einer Position verweilen kann, dann ist längere konzentrierte Arbeit am Schreibtisch einfach nicht drin.
Außerdem bin ich im Moment sehr unsicher, wenn ich alleine bin. Mit Ablenkung geht es einigermaßen. Raus will ich eigentlich gar nicht mehr alleine. Es könnte ja jederzeit losgehen und ich bin doch sehr ängstlich, weil ich nicht weiß, was auf mich zukommt und, wie ich mich verhalten soll. Aber zu Hause fällt mir natürlich auch mit der Zeit etwas die Decke auf den Kopf. Zwickmühle.
Im Moment hänge ich also in einer Art Warteschleife. Laut Ärztin dauert es noch ein bisschen, bis sich das Küken auf den Weg macht. Laut Hebamme ist das Kind sehr groß, sodass es vielleicht nicht noch 2-4 Wochen weiter wachsen sollte... Möglicherweise kann ich innerlich los lassen, wenn der Mann nächste Woche Urlaub hat und ich mich nicht mehr so angreifbar und unsicher fühle. Bis dahin stricke ich dann weiter und erledige die letzten optionalen Dinge wie Großputz, Ausmisten und so.
Dienstag, 4. Februar 2014
Loop-Schals
Heute habe ich endlich, endlich die beiden Loop-Schals (Weihnachtsgeschenke... ähäm...) genäht! Ich saß länger dran als geplant, aber bin mit dem Ergebnis recht zufrieden. Die Stoffe sind von Butinette und verwendet habe ich dafür diese leicht verständliche Anleitung.
Fotos gibt es aber erst, wenn die beiden Ahnungslosen ihre Geschenke erhalten haben.
Fotos gibt es aber erst, wenn die beiden Ahnungslosen ihre Geschenke erhalten haben.
Sonntag, 12. Januar 2014
Ring Sling selbstgemacht
Ich wollte unbedingt eine Ring Sling für den Krümel. Das ist ein Tragetuch, das man statt mit Knoten mit Ringen "bindet". Die Möglichkeiten sind zwar limitierter als es bei einem (langen) Tuch der Fall ist, aber dafür ist es deutlich handlicher und kann gleichzeitig als Sichtschutz beim Stillen in der Öffentlichkeit dienen.
Ich habe mich lange umgeschaut. Die neuen Slings von den großen Marken sind mir zu teuer, weil ich noch ein langes Tuch für andere Tragevarianten möchte und die für Menschen meiner Statur nicht gerade günstig sind. Die günstigen wollte ich letztlich doch nicht, weil mir ein qualitativ hochwertiges Tuch wichtig war. Gebraucht kaufen war eine Option, aber da war wieder meine Statur ein Problem, denn ich brauche eine etwas längere Sling als der Durchschnittsmensch.
Letztlich habe ich mich dazu entschieden, selbst zu nähen. Ich habe durch eine Rabatt-Aktion ein neues Didymos-Tuch 2. Wahl für unglaublich wenig Geld bekommen und die "kleinen" Schönheitsfehler, die dieses 2. Wahl Tuch haben soll, sind für mich absolut nicht zu sehen. Dann noch passende Ringe dazu bestellt und mit der Schwiegermama beraten, welche von den vielen Schultervarianten (gerafft, gefaltet, Scherenfaltung) wohl die beste ist. Heute haben wir uns hingesetzt und eine Ring Sling nach dieser Anleitung genäht.
Und hier ist das Ergebnis:
Ich bin sehr begeistert! Das Nähen war nicht kompliziert, hat weniger als eine Stunde gedauert und Spaß gemacht. Eine neue Sling hätte mich das 3fache gekostet. Optisch bin ich hin und weg. Zum Praxistest kann ich natürlich noch nichts sagen, aber das werde ich dann zu gegebener Zeit nachholen.
Ich habe mich lange umgeschaut. Die neuen Slings von den großen Marken sind mir zu teuer, weil ich noch ein langes Tuch für andere Tragevarianten möchte und die für Menschen meiner Statur nicht gerade günstig sind. Die günstigen wollte ich letztlich doch nicht, weil mir ein qualitativ hochwertiges Tuch wichtig war. Gebraucht kaufen war eine Option, aber da war wieder meine Statur ein Problem, denn ich brauche eine etwas längere Sling als der Durchschnittsmensch.
Letztlich habe ich mich dazu entschieden, selbst zu nähen. Ich habe durch eine Rabatt-Aktion ein neues Didymos-Tuch 2. Wahl für unglaublich wenig Geld bekommen und die "kleinen" Schönheitsfehler, die dieses 2. Wahl Tuch haben soll, sind für mich absolut nicht zu sehen. Dann noch passende Ringe dazu bestellt und mit der Schwiegermama beraten, welche von den vielen Schultervarianten (gerafft, gefaltet, Scherenfaltung) wohl die beste ist. Heute haben wir uns hingesetzt und eine Ring Sling nach dieser Anleitung genäht.
Und hier ist das Ergebnis:
Ich bin sehr begeistert! Das Nähen war nicht kompliziert, hat weniger als eine Stunde gedauert und Spaß gemacht. Eine neue Sling hätte mich das 3fache gekostet. Optisch bin ich hin und weg. Zum Praxistest kann ich natürlich noch nichts sagen, aber das werde ich dann zu gegebener Zeit nachholen.
Freitag, 3. Januar 2014
Lachen und Weinen gleichzeitig
Ich hätte nie gedacht, dass das tatsächlich (organisch) möglich ist, aber ich habe es gestern (Hormonen sei Dank!) am eigenen Leib erfahren. Nach einer skurrilen Situation mit dem Herrn Gemahl hatte ich einen Lachanfall und gleichzeitig hatte ich so ein schlechtes Gewissen, dass ich weinen musste. Ich meine keine Lachtränen, sondern einen herzlichen Lachanfall und Schluchzen vor Traurigkeit. Und das gleichzeitig. Aufhören ging auch nicht. Mann, war das anstrengend. Und sowas von bizarr!
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